Quelle: RobbinLee / Adobe Stock

Ost-West-Vergleich

Sonderauswertung der cima.monitor Deutschlandstudie Innenstadt

Endbericht zum Ost-West-Vergleich der Deutschlandstudie Innenstadt 2024

Die Studie offenbart signifikante Unterschiede in Nutzung, Wahrnehmung und Zukunftserwartung zwischen Ost- und Westdeutschland. Während im Osten Innenstädte stärker funktional-institutionell verankert sind, dominieren im Westen Erlebnis- und Konsumaspekte. Für die Weiterentwicklung urbaner Räume bedeutet dies: Strategien müssen stärker regional differenziert, bedarfsorientiert und integrativ angelegt werden.

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Die aktuelle Ost-West-Sonderauswertung wurde im Auftrag des City-Management-Verband Ost und in Kooperation mit dem Handelsverband Deutschland von der CIMA Beratung+Management GmbH erstellt.

Kernaussagen im Überblick


  1. Informationsverhalten: Der Osten ist digitaler
    Ostdeutsche informieren sich signifikant häufiger über digitale Kanäle (z. B. Social Media, City-Apps) über ihre Innenstädte als Westdeutsche. Persönliche Empfehlungen bleiben jedoch in beiden Regionen der wichtigste Informationsweg. Printmedien haben im Westen noch stärkere Relevanz, während im Osten digitale Angebote dominieren.
     
  2. Besuchsanlässe & Kopplung: Öffentliche Funktionen als Frequenzanker im Osten
    Der häufigste Besuchsanlass in beiden Regionen ist das Einkaufen. Während im Westen Gastronomie und „Bummeln“ stärker im Fokus stehen, zeichnen sich ostdeutsche Innenstädte durch eine stärkere Nutzung für Ämtergänge, Kultur, Bildung und Veranstaltungen aus. Diese sogenannten „gebundenen Frequenzen“ tragen zur höheren Besuchsintensität im Osten bei.
     
  3. Probleme & Handlungsbedarfe: Unterschiede in Wahrnehmung und Prioritäten
    Mobilität und Stadtbild sind in beiden Regionen zentrale Herausforderungen. Im Westen wird zusätzlich das rückläufige Handelsangebot kritischer bewertet. Im Osten hingegen rücken Defizite bei Freizeit- und Gastronomieangeboten stärker in den Vordergrund. Insgesamt äußern Westdeutsche ein höheres Problembewusstsein, was auf unterschiedliche Erwartungen und Investitionshistorien hindeutet.
     
  4. Mobilität: ÖPNV und Fahrrad im Osten, Pkw im Westen
    Während der Pkw in beiden Regionen das meistgenutzte Verkehrsmittel bleibt, ist der Anteil des ÖPNV und Radverkehrs im Osten signifikant höher. Größere Städte zeigen generell eine stärkere multimodale Nutzung – mit zunehmender Einwohnerzahl sinkt der Pkw-Anteil deutlich.
     
  5. Innenstadt-Ranking: Asymmetrische Wahrnehmung
    Westdeutsche nennen ausschließlich westdeutsche Städte (z. B. München, Hamburg) unter den Top 10 der attraktivsten Innenstädte. Ostdeutsche hingegen nennen sowohl Städte aus Ost als auch West – Berlin ist mit Abstand Spitzenreiter. Dies deutet auf ein differenzierteres, gesamtdeutsches Stadtbildbewusstsein im Osten hin.
     
  6. Besuchshäufigkeit: Ostdeutsche bleiben ihrer Innenstadt treuer
    Innenstädte werden im Osten deutlich häufiger besucht – insbesondere aus Gründen der Arbeit, Bildung und institutionellen Verpflichtungen. In der Folge ergeben sich mehr Gelegenheiten für Nutzungs-Kopplungen und längere Aufenthaltszeiten. Gleichzeitig ist der „Nettoverlust“ an Innenstadtbesuchen nach 2022 im Westen höher als im Osten.
     
  7. Perspektive: Rückläufige Frequenz mit regionalen Unterschieden
    Beide Regionen erwarten in Zukunft sinkende Besucherzahlen – in Westdeutschland deutlicher als im Osten. Kleinstädte (unter 50.000 Ew.) zeigen eine stabilere Entwicklung. Die Studie unterstreicht die Dringlichkeit, Innenstadtstrategien differenziert, ortsspezifisch und partizipativ weiterzuentwickeln.
Für die Deutschlandstudie Innenstadt wurden repräsentativ über 5000 Bundesbürger im Juni und Juli 2024 befragt. Die aktuelle Ost-West-Sonderauswertung wurde im Auftrag des City-Management-Verband Ost und in Kooperation mit dem Handelsverband Deutschland von der CIMA Beratung+Management GmbH erstellt.
 

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Ihr Kontakt: 

Martin Kremming
Geschäftsführer der CIMA Beratung + Management GmbH

E-Mail: kremming@cima.de

Das Team der cima in Leipzig für Mitteldeutschland

Martin Kremming

Geschäftsführer, Partner

Katharina Groß

Projektleiterin

Anna Ristau

Projektassistentin

Jan Schwate

Unternehmenskommunikation

Luisa Spatz

projektleitende Beraterin

Erfahren Sie mehr über unsere aktuellen Studien!

Wir stellen Ihnen unsere unten genannten Studien gerne zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Zentrenstudie Niedersachsen & Bremen

Eine individuelle Länderauswertung für Niedersachsen und Bremen, die von der IHK Niedersachsen, dem Handelsverband Niedersachsen-Bremen e. V. mit der cima durchgeführt wurde als Sonderauswertung der cima.monitor Deutschlandstudie Innenstadt 2024.

cima.monitor Deutschlandstudie Innenstadt 2024

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Sonderauswertung der Deutschlandstudie Innenstadt: Ost-West-Auswertung

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